Schädliches in Hundefutter

Text: Annabelle Eggert

Hier soll es nicht darum gehen, welche Nahrungsmittel schädlich sind, sondern vielmehr darum, was in der normalen Nahrung und in Hundefutter Schädliches enthalten sein kann.

Gemüse kann z.B. mit Schwermetallen belastet sein, mit Pflanzenschutzmitteln behandelt sein, mit Düngemitteln überschwemmt oder auch einfach natürliche Bestandteile enthalten, die für unseren Hund nicht sonderlich verträglich sind, wie Oxalsäure oder Solanin.

  • Schwermetalle

sind meist Blei, Kadmium und Quecksilber, welche durch die Abgase, Industrie und ähnlichem in die Luft und damit auch in die Böden und die Gewässer gelangen. Besonders anfällig sind darum auch Gemüsesorten mit großen Blattoberflächen, da sich hier Schwermetalle aus der Luft gut ablagern können. Diese kann man zwar durch Waschen entfernen, aber die Schadstoffe wie Kadmium und Quecksilber gelangen auch über die Wurzeln in die Pflanzen.

Sie reichern sich im Organismus mit der Zeit an und können zu Schädigungen führen, wie Nervenschädigungen, Knochenerweichung, Enzymhemmung, Schädigungen der roten Blutkörperchen und des Gehirns etc. Selbst durch Biogemüse kann man Schwermetalle nicht ausschließen, da auch diese in den gleichen Böden wachsen. Leider können wir diese nicht ganz vermeiden, aber es wird darum geraten Gemüse aus kontrolliert ökologischem Landbau zu nutzen, da hier versucht wird, diese Belastungen zu senken.

  • Pflanzenschutzmittel

nennt man auch Pestizide. Sie stehen an zweiter Stelle der Belastung von Gemüse und Obst, da man hiermit die Sorten vor Schädlingen und Pilzen schützen will. Besonders oft ist die Belastung mit Pestiziden bei importierter Ware höher, weil hier andere Regeln gelten, als in Deutschland. Für Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln gibt es in Deutschland z.B. verbindliche Höchstmengen. Paprika, Weintrauben und Erdbeeren sind besonders oft belastet, meist auch mit verschiedenen Stoffen, über deren Kombinationswirkungen untereinander noch zu wenig bekannt ist. Hier vermutet man auch die Gefährlichkeit der Weintrauben für den Hund, da man das Gift welches für manche Todesfälle bei Hunden verantwortlich war, noch nicht ermitteln konnte. Will man möglichst wenig Pestizide haben, sollte man auf Biogemüse und -obst ausweichen, da diese normalerweise nicht gespritzt werden.

  • Düngemittel

werden unterschieden in organische Dünger und Mineraldünger. Beide dienen dazu, die Pflanzen schneller oder besser wachsen zu lassen. Häufig hört man in diesem Zusammenhang von Nitratbelastungen, da dies durch Überdüngung in den Boden und damit auch in die Pflanzen gelangt. Auch hier sollte man darum auf Produkte aus biologischem Landbau ausweichen. Gemüse aus Treibhäusern weist meist auch einen höheren Nitratwert auf, darum ist es besser saisonbedingte Freilandware zu kaufen.

Obwohl wir Nitrat nicht ganz ausschließen können, da Nitrat auch natürlich in Pflanzen vorkommt, da diese Nitrat zur Eiwessbildung brauchen. Nitrat selber ist auch nicht so schlimm, sondern vielmehr die Umwandlung die im Körper erfolgt, denn hier wird durch Einwirkung von Bakterien aus Nitrat Nitrit hergestellt. Aus Nitrit wiederum können krebserregende Nitrosamine entstehen, im Zusammenhang mit Eiweissabbauprodukten im Magen. Dies kann man durch Zugabe von Vitamin C-reichen Gemüsesorten vermindern, da Vitamin C einen hemmenden Einfluss auf diese Reaktion der Eiweissabbauprodukte mit Nitrit hat.

  • Oxalsäure und ihre Salze

sogenannte Oxalate, sind ein natürlicher Bestandteil zahlreicher Pflanzen. Freie Oxalsäure oder leicht lösliche Oxalate bilden mit dem Calcium aus der Nahrung unlösliche Salze, dadurch kann das Calcium vom Körper nicht mehr ausreichend verwertet werden. Nicht genau bewiesen ist, ob auch körpereigenes Calcium gebunden und in Form von Calcium-Oxalat ausgeschieden wird. Bei Veranlagung kann es zu Nierensteinen führen, wenn ein Zuviel an Oxalsäure im Körper vorkommt. Wohlgemerkt ein Zuviel und eine Neigung zu Nierenerkrankungen steigert das Risiko zu Oxalsteinbildung. Eine normale Zufuhr ab und an von Gemüse, welches Oxalsäure enthält, schadet dagegen nicht, nur eben ein Übermass, wie z.B. durch einseitige Fütterung mit Spinat oder ähnlichem. Normalerweise scheidet der Hund bei genügend Wasserzufuhr und intakter Nierenfunktion die Oxalsäure aus. Durch vermehrte Gabe von Vitamin B6 oder Pyridoxalphosphat kann die Oxalatbildung reduziert werden. Ein Mangel an Vitamin B6 kann dagegen die Bildung fördern. Reichhaltig an Oxalsäure sind Rhabarber (460mg/100g), Spinat (442mg/100g) und Rote Beete (181mg/100g). Zwar findet sich Oxalsäure auch in anderen Obst- und Gemüsesorten, aber meist unter 10mg und darum kaum nennenswert; es sei denn, man muss genau darauf achten, weil der Hund für Nierensteine anfällig ist. Dann sollte man natürlich die Ernährung darauf hin abstimmen und die Oxalsäurehaltigen Lebensmittel soweit es geht meiden.

  • Solanin

ist ein hitzestabiles, wasserlösliches und giftiges Glykoalkaloid, welches aus dem Alkaloid Solanidin und dem Zucker Solatriose besteht. Es wird im Magendarmtrakt nicht zersetzt. Die Wirkung beruht auf einer Hemmung der Enzyme Butyryl- und Acetyl-Cholinesterase und führt in schweren Fällen zu einer Auflösung der roten Blutkörperchen. Solanin findet sich in Nachtschattengewächsen wie Tomaten, Paprika, Kartoffeln, Peperoni und Auberginen. Dabei enthalten aber nur die unreifen Früchte das giftige Solanin, wie z.B. grüne Tomaten oder grüne Paprika, die darum auf keinen Fall verfüttert werden sollten. Auch Auberginen und rohe Kartoffeln sollten nicht verfüttert werden. Kartoffeln kann man aber gekocht verfüttern, nur sollte man alle grünen Stellen sorgfältig entfernen und auch das Kochwasser entfernen, da Solanin zum Teil auch ins Kochwasser übergeht durch seine Wasserlöslichkeit. Ein Schuss Essig unterstützt diesen Vorgang noch. Auch alles Grüne an den Tomaten sollte entfernt werden.

  • Patulin

ist ein Schimmelpilzgift, was sich vor allem in faulenden Äpfeln und anderen Obstsorten findet, aber auch Getreidesorten sind betroffen. Darum sollten braune Stellen an Obst oder Getreide weiträumig entfernt werden oder das befallene Getreide oder Obst ganz weggeworfen werden. Patulin führt zu Magendarmproblemen, Gewichtsabnahmen und soll auch einen schädigenden Einfluss auf das Erbgut haben.

  • Lektine

sind natürliche Stoffe in Hülsenfrüchten. Lektine sind Eiweissstoffe, die unter anderem für das Zusammenkleben der roten Blutkörperchen verantwortlich sind. Rohe Hülsenfrüchte sollten darum nicht verfüttert werden, da sie zu Vergiftungen führen können, die sich durch Blutungen und Wasseransammlungen im lymphatischen Gewebe, Magenschleimhaut- Schädigungen und Darmentzündungen zeigen können. Grüne Bohnen enthalten z.B. Phasin, welches schon in geringerer Menge tödlich sein kann. Phasin wird aber durch längeres Kochen inaktiv und damit unschädlich.

  • Phytinsäure

ist ein Stoff, der in allen Pflanzensamen zu finden ist. Phytinsäure ist z.B. auch in Getreidesamen, insbesondere in den Randschichten enthalten, warum man diese dann länger quellen lassen sollte. Dadurch wird ein Enzym in den Samenkörnern aktiviert, welches die Phytate aufspaltet und somit deren negative Wirkung aufhebt. Als negative Wirkung kann man die Hemmung der Aufnahme von Mineralien und Spurenelementen aus der restlichen Nahrung sehen. Hierbei gehen Eisen, Magnesium, Calcium und Zink mit der Phytinsäure stabile Phytatkomplexe ein und sind somit nicht nutzbar für den Organismus.

  • Alliin

ist eine schwefelhaltige Aminosäure. Man hört immer mal wieder im Zusammenhang mit Zwiebeln und Knoblauch, dass dieser Stoff die roten Blutkörperchen platzen lassen soll. Bewiesen ist aber nur, dass z.B. beim Knoblauch das Zusammenkleben der Blutkörperchen gehemmt wird, der Blutplasma- Fibrinogenspiegel gesenkt wird und die Fibrinolyse (= Gerinnselauflösung) gesteigert wird. Diese sogenannte Hämolyse (=Zerstörung der Zellmembran und damit Auflösung der Erythrozyten) findet man aber im Zusammenhang mit Propylenglycol, woraus sich als Folge eine Anämie (= Blutarmut) entwickeln kann, aber nicht gleich tödlich enden muss. Bei übermäßigen Gaben von Zwiebelgewächsen kann es aber zu Blähungen und damit zu Magendarm-beschwerden kommen, aber man gibt ja Zwiebeln oder Knoblauch auch äußerst selten zum Futter und wenn dann nur in geringer Menge. Hier bestimmt die Größe des Hundes und die Menge der Stoffe die Gefahr für den Hund.

  • Blausäure

finden sich Kernen und Steinen vieler Obstsorten. Sie sollten entfernt werden, damit es nicht zu Vergiftungserscheinungen kommen kann. Je nach verzehrter Menge können sie tödlich sein. Sollte der Hund aber mal einen ganzen Apfel vertilgen, den er findet, wird es ihm je nach Größe des Hundes, mehr oder weniger übel, aber selten gleich zum Tode führen. Also hier bestimmt die Größe des Hundes und die verfütterte Menge die Schädlichkeit.

Hundeschule Balance Sabine Süess Erinnerrung
Erinnerung an Sabine Süess

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an eine gute Trainerkollegin,

liebe Freundin und

wertvolle Wegbegleiterin.

 

Ruhe in Frieden. liebe Sabine

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Lesen Sie dazu den Beitrag "Hunde und Katzen richtig impfen" in meiner Rubrik "Wissenswertes"