DAS GEGENTEIL VON BELOHNEN IST NICHT ETWA "BESTRAFEN",
SONDERN DAS AUSBLEIBEN DER BELOHNUNG ! ! !
RICHTIGES BESTRAFEN
"Eine zusammengerollte Zeitung kann ein nützliches Hilfsmittel sein, wenn man sie richtig anwendet.
Benutzen sie beispielsweise die Zeitung, wenn der Hund etwas anknabbert oder gerade ein Bächlein macht.
Benutzen Sie sie nur, wenn sie nicht zum richtigen Zeitpunkt eingreifen konnten, weil Sie nicht aufgepasst haben. Nehmen Sie die Zeitung, schlagen Sie sich selbst sechsmal gegen den Kopf, und wiederholen Sie dabei den Satz:
"Ich habe vergessen auf meinen Hund aufzupassen."
Wenden Sie diese Technik immer wieder an. Nach einigen Korrekturen werden sie soweit konditioniert sein, dass Sie ihren Hund im Auge behalten. Die Zeitungsrolle sollte allein zu diesem Zweck verwendet werden.
. Denke auch immer über die mittel- und langfristigen Folgen nach
· Wenn Du weißt was Du tust, kannst Du tun was Du willst
· Hole die Tiere und auch die Menschen dort ab, wo sie sich befinden
· Es kommt immer auf den Hund, die Menschen und die Situation an
· Gebe die Richtung vor, anstatt zu korrigieren
· Wogegen Du Dich wehrst, das bleibt bestehen
· Mach es einfacher, mach die Schritte kleiner
· Weniger ist meistens mehr
· Lernen findet auch in den Pausen statt
· Mach die Arbeit und sieh, was dabei passiert und was sich verändert
. Das Ziel wird vielleicht nie ganz erreicht,
. doch der Weg und sein Prozess dorthin ist das, was zählt
Versuchen wir im Umgang mit unseren Tieren neue Wege zu gehen!
Gegenseitiges Verstehen und füreinander Dasein ist um ein Vielfaches beglückender als ein nur perfekt arbeitender Hund. Partnerschaft ist ein dynamisch, langsam wachsender Prozess
Die Sprache des Hundes
Damit Sozialverbände überleben, müssen sich die einzelnen Mitglieder verständigen. So lernen Zwei- und Vierbeiner unabhängig voneinander die Kommunikation innerhalb der eigenen Art. Leben Mensch und Hund zusammen, liegt es am Menschen, sich seinem Vierbeiner verständlich zu machen.
Für uns stellt sich der Hund wie ein Buch voller Weisheiten und Geheimnisse dar, das in einer fremden Sprache verfasst ist. Die einzige Chance ihm sein Geheimnis zu entlocken ist die Sprache in dem es geschrieben ist, lesen zu lernen.
Mühen Sie sich nicht Ihren Hund nur zu dressieren, sondern lernen Sie ihn zu lesen. Lernen Sie seine Gefühle zu deuten und zu beachten.
Der Hund offenbart sein ganzes Sein durch sein Verhalten.
An den Hund reden
Der Mensch kommuniziert vornehmlich über die Sprache, der Hund über Körpersprache und Gerüche. 96% der Hundebesitzer reden - neben den üblichen Kommandos - mit ihrem Tier, wie wir auch mit Erwachsenen oder Kindern sprechen würden. Viele von ihnen sind felsenfest davon überzeugt, dass ihr Hund jedes ihrer Worte versteht. Das ist in Wirklichkeit aber nicht der Fall. Hunde verstehen Menschen in erster Linie anhand unserer Körpersprache. Im Beobachten sind die Vierbeiner Weltmeister. Daher lernen Hunde viel leichter und besser über die Körpersprache.
So ist der Mensch einerseits gefordert, sich seiner eigenen Körpersprache bewusst zu werden und andererseits die Körpersprache des Hundes lesen zu lernen. Beherrscht er dies, können viele Missverständnisse zwischen Mensch und Hund verhindert werden.
Wie wirkt Körpersprache?
Wenn man einen Hund anstarrt, frontal vor ihm steht, ihn im Bereich von Schulter oder Rücken umarmt oder festhält, sind dies körpersprachliche Bedrohungen für den Hund. Gut sozialisierte Hunde sind mit diesen Ausdrucksweisen von uns Zweibeinern vertraut.
Menschen haben bei Hunden das Gefühl, er habe ein schlechtes Gewissen, wenn er mit eingezogenem Schwanz, zur Seite gewandtem Kopf, abgewendetem Blick und angelegten Ohren geduckt vor ihnen steht. Diese Körperhaltung ist jedoch dem Hund angeboren und bedeutet: Bitte tu mir nichts! Häufig wird dieses Signal vom Menschen nicht verstanden, und er legt mit seiner Schelte los. Das Vertrauen zwischen Tier und Mensch wird erschüttert.
Duckt sich ein Hund, so fordert er uns zum Spiel auf. Wir können diese Einladung annehmen, indem wir uns ebenso vornüberbeugen und mit dem Spiel beginnen.
Der glückliche Hund zeigt uns sein Gefühl indem er mit dem Schwanz wedelt, seine Ohren flach an die Seiten des Kopfes legt und die Mundwinkel leicht zurückzieht. Doch aufgepasst: Schwanzwedeln ist nicht Schwanzwedeln. Es bedeutet nur eins, der Hund ist bereit zu einer Interaktion. Das garantiert jedoch nicht ein freundliches Verhalten.
Mit hoch erhobenem Kopf und Schwanz und gerader Körperhaltung zeigt sich der selbstsichere Hund. Hunde mit starkem Selbstvertrauen sind selten aggressiv.
Der unterwürfige Hund macht sich so klein wie möglich. Er beschwichtigt seinen potentiellen Gegner mit dem Lecken der Lefzen.
Fühlt sich ein Hund überfordert, kann er zu einer Übersprungshandlung Zuflucht nehmen. Er gähnt, scharrt aus einem unmotivierten Grund oder hebt schnell einmal das Bein.
Forscher haben herausgefunden, dass die Hundesprache in Struktur und Komplexität der Sprache eines zweijährigen Kindes gleicht. Ihr Inhalt bezieht sich – wie bei zwei Dritteln unserer Gespräche – auf Dinge des täglichen Lebens, auf soziale Angelegenheiten, die Struktur der Gesellschaft und die emotionale Welt, in der die Hunde leben.
So minimiert man das Risiko, gebissen zu werden
Es gibt Wege, zu verhindern, dass Kinder von Hunden gebissen werden. Dieser Artikel enthält Hinweise, wie man Kindern, Erwachsenen und Hunden beibringt, aufeinander zuzugehen und sich miteinander zu verständigen.
Wir vergessen leicht, dass Hunde nicht auf die gleiche Weise kommunizieren wie Menschen. Menschen haben zum Beispiel Blickkontakt oder berühren sich, wenn sie kommunizieren. Beide Verhaltensweisen können von Hunden als Bedrohung angesehen werden.
Für ein problemloses Zusammenleben müssen Kinder und Erwachsene gleichermassen lernen, wie man auf einen Hund zugeht, und wie man sich mit ihm verständigt.
Schlafende Hunde
Bringen Sie Ihren Kindern bei, sich schlafenden Hunden nicht zu nähern. Wenn man Menschen aus dem Schlaf weckt, so dass sie hochschrecken, reagieren sie häufig abwehrend und unwirsch. Erschrockene Hunde reagieren ganz ähnlich, daher sollte man schlafende Hunde nicht wecken. Wenn es unumgänglich ist, Ihren Hund zu wecken, rufen Sie ihn aus einiger Entfernung, und lassen Sie ihm Zeit, sich zu orientieren.
Stellen Sie dem Hund einen Schlafplatz an einem ruhigen Ort zur Verfügung. Dadurch verhindern Sie, dass er unabsichtlich aus dem Schlaf gerissen wird.
Fressende Hunde
Da Hunde instinktiv versuchen, ihre Nahrung zu schützen, sollten Kinder lernen, fressende Hunde in Ruhe zu lassen.
Man kann Hunde aber auch dara gewöhnen, Störungen beim Fressen zu akzeptieren. Dazu sollten Sie zunächst nur ein wenig Nahrung in den Fressnapf des noch jungen Hundes geben. Nach einer Weile füllen sie den Napf mit der Hand wieder auf. Dadurch verbindet der Welpe Ihre Hand mit einer Belohnung.
Für weiterreichendes Training mit Futterwegnahme (Futterabgabe) kontaktieren Sie einen kompetenten Hundetrainer, der Sie dabei anleitet und für eine sichere und positive Lernerfahrung für alle sorgt, auch für den Hund.
Wichtig: Kein falschverstandenes Machtgehabe des Menschen, sondern vielmehr ein spielerisches Tauschen!!!
Wie man sich einem Hund nähert
Kinder müssen lernen, nicht auf fremde Hunde zuzurennen. Treffen sie auf einen Hund, dessen Besitzer nicht in der Nähe ist, sollten sie sich in jedem Fall an einen Erwachsenen wenden, der Erfahrung mit Hunden hat.
Viele Verhaltensweisen des Menschen können von Hunden als Bedrohung angesehen werden. Bevor man sich einem Hund nähert, sollte man daher immer erst den Halter um Erlaubnis bitten. Dieser wird die Initiative ergreifen und seinem Tier die fremde Person vorstellen. Sie sollten immer von der Seite auf den Hund zugehen, nicht direkt von vorne oder hinten. Am besten strecken Sie dabei den Handrücken aus, damit der Hund daran riechen kann. Erst dann darf man ihn streicheln. Tätscheln Sie ihn nicht an Kopf oder Schultern. Auch eine offene Handfläche kann als Bedrohung aufgefasst werden und den Hund möglicherweise beunruhigen. Streicheln Sie einen Hund nicht, wenn er vor Ihnen zurückweicht oder nicht an Ihnen schnuppert. Kleine Kinder können einen Hund durch ihre unbeholfenen Versuche, Zuneigung zu zeigen, verstören. Dies kann zu einer abwehrenden Haltung des Hundes führen. Daher sollten Sie darauf achten, dass auch Kinder Ihrem Hund den nötigen Freiraum und die nötige Ruhe zugestehen.
Kinder in der Nähe von Hunden beaufsichtigen
Kleine Kinder sollten sich einem Hund nie ohne die Aufforderung des Hundehalters nähern. Ein Erwachsener sollte darauf achten, dass die Bewegungen des Kindes den Hund nicht erschrecken. Die Hand eines Kindes zu halten und damit den Hund sanft zu streicheln ist eine gute Möglichkeit, den Hund an die Kinder und auch die Kinder an den Hund zu gewöhnen. Kleine Kinder sollten immer beaufsichtigt werden, wenn sie mit Hunden zusammen sind.
Wenn Sie Augenkontakt zu einem Hund aufnehmen, kann er das als Demonstration Ihrer Dominanz ansehen. Auch diese Situation kann bedrohend auf einen fremden Vierbeiner wirken.
Wie man sich einem fremden Hund nähert
Kinder sind meist sehr aktiv und immer in Bewegung. Dieses Verhalten kann einen Hund ängstigen oder auch dazu auffordern, sich an den für ihn interessanten Spielen zu beteiligen. Daher sollte man sich gerade mit Kindern nie einem fremden Hund ohne die Erlaubnis seines Besitzers nähern. Es ist sinnvoll, Kindern beizubringen, in Anwesenheit eines fremden Hundes stillzustehen (wie ein Baum!) und nicht die Hände über den Kopf zu heben.
Wichtige Verhaltensmuster, die man kennen sollte
Wie andere Tiere auch, haben Hunde nicht nur untereinander, sondern auch dem Menschen gegenüber eine besondere Art der Kommunikation. Die meisten Menschen erkennen ein Schwanzwedeln als Zeichen eines zufriedenen Hundes. Doch nur wenige Menschen verstehen weitere Zeichen seiner Körpersprache. Dabei liefert uns die Körpersprache wichtige Hinweise auf das Befinden eines Hundes.
Man sollte zum Beispiel jeden Hund in Ruhe lassen, der die Lefzen hochzieht, knurrt, rückwärts geht oder die Haare auf dem Rücken aufstellt.
Sozialpartner
Hunde sind äußerst soziale Tiere, die generell in Verbänden, Gruppen oder in Rudeln mit anderen Hunden, Tieren, Menschen oder deren gemischten Gruppen zusammenleben.
Auf Grund ihrer angelegten Rudelstruktur, in die sie sich auf die unterschiedlichste Art einfügen, benötigen sie eine klar gegliederte Familienstruktur, einen geregelten Tagesablauf und vor allem einen verlässlichen und Sicherheit gebenden Sozialpartner, ob Mensch oder Hund.
Eine zu frühe Wegnahme von der Mutter ist abträglich für die natürliche Verhaltensentwicklung des Hundes. Jeder weitere Bindungswechsel stellt ebenfalls eine schwere Belastung dar. Insbesondere Hunde, welche auf Grund verantwortungsloser Halter isoliert gehalten, ausgesetzt, sich selbst überlassen wurden, weisen hohe Defizite an Vertrauensbildung und Eingliederungsvermögen auf. Dies trifft speziell auf Tierschutz-Hunde zu, die in ihrem teilweise noch jungem Leben bereits viele Trennungen, traumatische Erlebnisse seelischer und körperlicher Art sowie die Missachtung ihrer sozialen Bedürfnisse hinnehmen mussten.
Gerade diese Hunde bedürfen einer sehr schonenden, einfühlsamen und toleranten Eingewöhnungsphase, die, je nach Individuum, eine Zeitspanne von 2 – 12 Monaten umfassen kann. Dies erfordert viel Zeit und Geduld. In den ersten Wochen im neuen Zuhause sollte der Hund auf keinen Fall mehrere Stunden alleine gelassen werden; entweder man sorgt für einen Betreuer, nimmt den Hund mit oder nimmt sich Urlaub. Ein sozial vernachlässigter Hund wird sich nicht binden können und Alternativen suchen, die sich im schlimmsten Falle in Form von Heulen, Bellen oder Zerstörungswut artikulieren kann.
Auch hier ist wieder eine einfühlsame Vorgehensweise des souveränen Menschen gefragt, der sich mit dem Hundeverhalten im Allgemeinen und den traumatischen Verlassensängsten im Besonderen auskennt. Dies setzt natürlich eine angemessene Eingewöhnungszeit, ein individuelles, auf den Hund abgestimmtes sanftes Training sowie ein vertrauensbildendes Miteinander-Umgehen voraus.
Im Übrigen darf nicht unterschätzt werden, dass diese Stressfaktoren häufig zu Krankheiten und chronischen Beschwerden führen kann.
In jedem Hund lebt das wölfische Erbe weiter, d.h., genetisch ist programmiert, dass Jungtiere, also noch nicht adulte Tiere, niemals alleine gelassen und deren „Unarten“ souverän toleriert werden. Jede eingegangene Bindung mit einem Hund stellt auch eine Verpflichtung dar, die nicht leichtfertig gelöst werden sollte.Ich fürchte, dass es in vielen Fällen so ist, dass es NICHT nur einen richtigen Ansatz gibt, sondern dass es immer verschiedene Möglichkeiten und Varianten gibt - und man unterschiedliche Wege gehen kann, um ans Ziel zu kommen ...
Wir haben immer die Wahl: begegnen wir unserem Gegenüber eher bedrohlich - oder begegnen wir ihm freundlich. Es liegt an uns.
... eine Beziehung ganz besonderer Art !
... mein Spazierganghund Urak, damals 5j. nicht kastriert
& mein Goldjunge Taro, damals 8j. nicht kastriert
"Führung und Führerschaft"
Sie können, wenn immer möglich, dafür sorgen, dass Sie selbst der Schlüssel für den Hund werden, der ihn zum Erfolg führt: nämlich zu etwas, was er gerne haben möchte oder was er gerne tun möchte.
Das hört sich einfach an, ist es aber nicht. Wenn ihr unangeleinter junger Hund z.B. losstürmt, sobald er andere Hunde sieht und dann mit den anderen ein ausgelassenes Spiel spielt, ist die Initiativ einzig vom Hund ausgegangen und das Verhalten ist durch das Spiel belohnt worden. Solcher Art selbstbelohnendem Verhalten sollten Sie vorbeugen, indem Sie verhindern, dass es auftritt (z.B. durch eine Leine). Als Alternative könnten Sie Ihrem Hund antrainieren, dass er beim Anblick anderer Hunde sich setzt und/oder zu Ihnen guckt. Als Belohnung für dieses von Ihnen erwünschte Verhalten können Sie ihn dann ableinen und mit einem Freigabewort ("Lauf" oder "ab") zu den anderen Hunden zum Spielen lassen. Nun lag die Entscheidung bei Ihnen.
Weitere Beispiele für selbstbelohnendes Verhalten, das vermieden werden sollte:
Ihr Hund jagt - das Jagen ist die Belohnung Ihr Hund stiehlt vom Tisch - das leckere Fressen ist die Belohnung Ihr Hund läuft aus Angst weit weg - die Entfernung vom Beängstigenden ist Belohnung
Weiterhin sollten Sie darauf achten, den Hund nicht unbewusst zu belohnen oder ihm zu gehorchen. Wenn Sie z.B. Ihren Hund trösten, sobald er vor etwas Angst zeigt, belohnen Sie die Angst mit der Folge, das sie verstärkt auftreten und nicht abgebaut wird.
Weitere Beispiele wären:
Ihr Hund stupst Sie an - Sie streicheln ihn - gut gehört, Mensch! IHund kommt mit der Leine im Maul angelaufen - Sie führen ihn spazieren - gut gehört, Mensch! Ihr Hund bettelt - Sie geben "nur ausnahmsweise" nach - ein Verhalten, das nur gelegentlich zum Erfolg führt, tritt verstärkt auf (Lottospielen) Ihr Hund bellt, wenn Besuch da ist - er bekommt Kauknochen, damit er still ist - das Bellen war erfolgreich - er wird es öfter tun!
Bei jeder Hundeausbildung ist die Konsequenz auf ein Verhalten das A und O. Wenn Sie ein Verhalten nicht wünschen (z.B. Schlafen auf dem Sofa, Anspringen oder Betteln am Tisch), dann sollten Sie es nie zulassen oder zumindest unter Signalkontrolle stellen, dass der Hund immer Ihre Erlaubnis abwartet, ob er z.B. aufs Sofa darf. Der Hund kann nicht wissen, dass Sie heute die gute Bluse anhaben, und Anspringen heute verboten ist.
Alle Familienmitglieder sollten immer die gleichen Signale (Hörzeichen, Sichtzeichen, sonstige Zeichen) verwenden - also nicht einmal "Komm", einmal "Bello, hierher" und beim nächsten Mal "Hier" rufen. Erst recht versteht der Hund keine Vorträge wie: "Wie oft soll ich dich noch rufen, kommst du jetzt endlich....". Geben Sie Ihrem Hund nur Signale/Hörzeichen, von denen Sie sicher sind, dass er sie befolgen wird. Wenn die vordere Hälfte eines Hundes, der noch nicht sehr sicher im Herankommen auf Zuruf ist, energisch buddelnd in einem Mauseloch steckt, sollten Sie von einem Heranrufen absehen. Der Hund wird nicht kommen. Sie informieren ihn mit solcher Art Rufen nur darüber, dass Sie noch da sind, ihr Rufen aber für ihn keine weitere Bedeutung hat (denn er kann ja ohne Konsequenzen weiterbuddeln).
Die Konsequenzen, die ein Verhalten hat, sind entscheidend für den Lernerfolg! Sie als Hundeführer müssen lernen, die Konsequenzen des Verhaltens Ihres Hundes zu steuern. Nur von Ihnen erwünschtes Verhalten führt den Hund zu dem, was er gerne haben möchte. Das kann Futter sein, aber auch ein Spiel mit Ihnen oder das Spiel mit anderen Hunden. Genauso kann es aber die Erlaubnis sein, aufs Sofa zu dürfen, ein Loch zu buddeln, Schnuppern zu gehen u.s.w..
Auch sollten Sie den Hund nicht vermenschlichen. Hunde können vieles besser als wir Menschen (riechen zum Beispiel). Manches können sie aber gar nicht. Ein schlechtes Gewissen haben beispielsweise, oder höflich sein. Wenn Ihr Hund von einem Jagdausflug zurückkommt, und Sie stehen mit angespannter Körperhaltung da und raunzen den Hund an, wo er gewesen sei, dann wird er sich Ihnen in unterwürfiger Haltung nähern. Aber nicht, weil er ein schlechtes Gewissen hat, sondern weil er ihre schlechte Laune erkennt und versucht, Sie zu beschwichtigen. Er reagiert auf Ihre Signale, nicht auf das, was er getan hat (die Jagd war nämlich schön...).
Ein Wort noch zur Rudelführerschaft, die vielfach als das Allheilmittel in der Hundeerziehung gesehen wird. Natürlich sollte die Führungsperson der Mensch sein, und nicht der Hund. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Initiativen von Ihnen ausgehen und Sie die Ressourcen kontrollieren, der Hund also keinen freien Zugang zu seinen Primärbestärkern hat. Es ist aber nicht so, dass der Rudelführer immer der Stärkste ist. Rudelführerschaft zeigt sich durch intelligentes, vorausschauendes Verhalten zu Gunsten aller Rudelmitglieder. Führungsqualifikation ist also mehr gefragt als körperliche Stärke.
Ruhiges, gelassenes und überlegtes Führen durch Ressourcenkontrolle bringt mehr, als seinem Welpen zu zeigen "wer der Boss ist".
Das Ergebnis Ihrer Mühe wird ein wohlerzogener Hund mit ausreichend Freiheit sein, denn nur ein Hund, der zuverlässig gehorcht, hat auch die Freiheit, ohne Leine laufen zu dürfen. Ihr Hund wird Sie als vertrauenswürdigen und verlässlichen Partner mit elterlicher Rolle akzeptieren und selber ausgeglichener sein als ein Hund, der nicht weiß, woran er ist, oder seinen Hundeführer sogar für unberechenbar aggressiv hält (und daher Meideverhalten zeigt), weil sein Mensch ihn für Dinge bestraft, die zu seinem natürlichen Verhaltensspektrum gehören ohne ihm zunächst die Chance zu geben, das vom Menschen erwünschte Verhalten zu erlernen.
Das Stopfen von Kongs mit Futter. Die Idee, die dahintersteckt ist, dass eines der grössten Probleme unserer Haushunde die Langeweile ist. Ein Mangel an psychischer und geistiger Anregung (Langeweile) ist häufige Ursache für Fehlverhalten. Warum also soll der Hund als eine mögliche Massnahme nicht Zeit damit verbringen, sich einen Teil seines Futters zu erarbeiten?
Auch das Alleinbleiben kann durch einen oder mehrere gefüllte Kongs "schmackhafter" gestaltet werden.
Aber bitte Vorsicht: Wenn der Hund ein "geborener Zerstörer" ist, wähle den schwarzen Kong und lass ihn erstmal nur unter Aufsicht daran arbeiten. Nicht, dass er ihn doch zerstört und eventuell Stücke davon schluckt. Was ist ein Kong? Ein besonders geformtes Hundespielzeug, mit einem hohlen Inneren, das mit Futter oder Leckereien gefüllt werden kann. Es gibt das Original und preiswertere "Fälschungen" unter anderem Namen. Die Unterschiede, die ich bisher festgestellt habe, sind: Ab Grösse L haben sie kein zweites Loch, sie sind härter, deshalb lässt sich das Futter schlechter rausquetschen und die Originale sind innen glatter und deshalb leichter zu säubern.
Beispiel für das Füllen eines Kongs (für den Anfängerhund):
Erster Schritt: Es ist wichtig, mit ein paar Kong Spielzeugen anzufangen, die die geeignete Grösse haben für den grössten Hund, der Zugang zu ihnen haben könnte. ACHTUNG: Kleine Rassen brauchen mittelgrosse Kongs zum Füllen.
Zweiter Schritt: Fülle ein Stück gefriergetrocknete Leber, Erdnussbutter oder Käse in das kleine Loch an der Oberseite.
Dritter Schritt: Fülle etwa zwei Drittel des Hohlraums mit Futterbrocken gemischt mit einigen der im zweiten Schritt verwendeten Leckerbissen.
Vierter Schritt: Fülle das letzte Drittel mit Dosenfutter.
Fünfter Schritt: Klemme dann ein Stück Hundekuchen in das Ende, so dass er aus der Öffnung hervorragt. Diese "leichte Beute" bietet eine sofortige Belohnung und wird Deinen Hund dazu bringen, die Aufgabe "ernst zu nehmen".
Es ist für Hunde wichtig, bei ihrer "Arbeit" erfolgreich zu sein. Gestalte es daher zunächst einfach, die Kong-Füllung herauszuholen.
Wenn der Hund erfahrener wird, wirst Du die Aufgabe etwas schwieriger machen wollen - so geht es: 1. Stopfe die Füllung fester. 2. Befestige Hundekuchen im Hohlraum, indem Du sie am Innenrand der Öffnung festklemmst. 3.Lass es einfrieren! Sehr beliebt. Probiere unterschiedliche Kombinationen aus Dosenfutter, Bratensaft, Nudeln, Reis und Kartoffelbrei gemischt mit Futterbrocken und friere es ein. - "Kongs am Stiel" sind bei vielen "heissen" Hunden beliebt! Streiche etwas Erdnussbutter auf das kurze Ende des Kongs, um es zu verstopfen. Stelle den Kong in einen Becher auf den Kopf. Fülle ihn mit Wasser, Hühnerbrühe oder Fruchtsaft und friere es ein. Am besten im Freien verfüttern. 4. Käse drauf! Mische Käsestücke oder Streichkäse (oder Scheibletten) mit Futterbrocken und erhitze es etwa 90 Sekunden lang in der Mikrowelle, um eine Kruste zu erreichen, die alles im Inneren zusammenkleben lässt. Auf eine sichere Temperatur abkühlen lassen!
Tipps: Stelle den Kong in einen Behälter, wenn Du ihn einfrieren oder in der Mikrowelle schmoren lässt. Wasche den Kong sofort nach dem Ausleeren aus. Er kann auch in der Spülmaschine gespült werden. Sei kreativ! Entwickle eine Reihe von Rezepten, aber achte beim Experimentieren auf den Magen Deines Hundes.
In einer Tierhandlung war ein großes Schild zu lesen, auf dem stand: "Welpen zu verkaufen".
Ein kleiner Junge kam vorbei und sah das Schild. Da der Ladenbesitzer gerade an der Tür stand, fragte er ihn: "Was kosten die Hundebabys?"
"Zwischen 50,- und 80,- EUR." sagte der Mann.
Der kleine Junge griff in seine Hosentasche und zog einige Münzen heraus. "Ich habe 7 Euro und 65 Cents." sagte er. "Darf ich sie mir bitte anschauen?"
Der Ladenbesitzer lächelte und pfiff nach seiner Hündin. Fünf kleine Hundebabys stolperten hinter ihr her. Eines von ihnen war deutlich langsamer als die anderen und humpelte auffällig.
"Was hat der Kleine dahinten?" fragte der Junge.
Der Ladenbesitzer erklärte ihm, dass der Welpe einen Geburtsschaden hatte und nie richtig laufen würde.
"Den möchte ich kaufen." sagte der Junge.
"Also den würde ich nicht nehmen, der wird nie ganz gesund." antwortete der Mann. "Aber, wenn du ihn unbedingt willst, schenke ich ihn dir."
Da wurde der kleine Junge wütend. Er blickte dem Mann direkt in die Augen und sagte: "Ich möchte ihn nicht geschenkt haben. Dieser kleine Hund ist jeden Cent wert, genauso wie die anderen auch. Ich gebe Ihnen meine 7,65 EUR und werde jede Woche einen Euro bringen, bis er abgezahlt ist."
Der Mann entgegnete nur: "Ich würde ihn wirklich nicht kaufen - er wird niemals in der Lage sein, mit dir zu rennen und zu toben wie die anderen."
Da hob der Junge sein Hosenbein und sichtbar wurde eine Metallschiene, die sein verkrüppeltes Bein stützte. Liebevoll auf den Hund blickend sagte er: "Ach, ich renne selbst auch nicht gut und dieser kleine Hund wird jemanden brauchen, der ihn versteht."
... und noch ein kleines Gedicht ...
Tierheim
Hinter einem Eisengitter sitzt ein Hund, er weint so bitter: habt ihr mich denn ganz vergessen, ihr Menschen, die mich einst besessen?
Wo seid ihr hin, ich kann´s nicht fassen, ihr habt mich hier allein gelassen?
Draußen kommt die finst´re Nacht, habt ihr an meine Angst gedacht? Kälte schleicht durch alle Ritzen, nirgendwo ein warmes Kissen.
Müde von dem langen Stehen, von dem Warten, von dem Sehen, von dem Weinen, von dem Jammern, such ich in der kalten Kammer, einen Platz um auszuruh´n.
Um mich her sind and´re Hunde, jeder ist für sich allein, ängstlich heulen sie an Wände gegen harten, kalten Stein.
Blanker Stein, auf dem ich liege, feucht von meinem Seelenschmerz. Wo sind die Menschen, die ich liebe? Menschen ohne Stein als Herz?
Lange konnte ich nicht glauben, dass ihr mich wirklich nicht mehr wollt, bin immer hin und her gelaufen, hab geknurrt und hab gegrollt.
Tagelang hab ich gewartet, kein Futter hab ich angerührt, Wochen sind daraus geworden, von euch keiner zurückgekehrt!
Lange hab ich überlegt, was habe ich euch nur getan? sicher war es furchtbar schlimm, sonst hättet ihr das nicht getan! Draußen vor dem Eisengitter gehen viele, Tag für Tag, schauen oft zu mir herüber, aber keiner holt mich ab.
Manchmal kommen Kinder, die spielen auch mit mir, doch wenn dann der Abend kommt - geh´n sie heim und ich bleib hier!
Traurig stehe ich am Gitter, wedle freundlich jedem zu, wer mich anschaut kommt nicht wieder, egal ob ich noch wedeln tu...
Lange Zeit ist schon vergangen... ich fühle nicht mehr diesen Schmerz, irgendwann hab ich vergessen, wie er war, DER MENSCH MIT HERZ...!